Junggesellenabschied
Die letzte Chance
Den letzten Abend in "Freiheit" genießen viele Bräutigame mit
ihren besten Freunden, ziehen durch die Kneipen und lassen die alten
Zeiten noch einmal Revue passieren. Es wird ein netter Abend, an dem
übrigens nach altem Brauch der Bräutigam die Rechnung zu zahlen hat.
Aber man muss sich ja nicht an alle Hochzeitstraditionen halten. Denn
schließlich ist es genauso gut eine tolle Idee für Freunde oder auch Kollegen,
den Bräutigam zur Kneipentour einzuladen und ihm damit ein vorgezogenes Hochzeitspräsent zukommen zu lassen.
Es soll auch Fälle geben, in denen die Freunde des Bräutigams versuchen,
diesen noch ein letztes Mal in Versuchung zu führen. Heimlich wird zum Beispiel
eine Striptease-Tänzerin bestellt. Oder der Bräutigam wird gleich in ein Nachtlokal
oder eine Bar geschleppt. Ein Härtetest also, den es zu überstehen gilt! Aber es
gibt noch viel mehr Möglichkeiten: Wie wäre es mit einem Wochenend-Trip nach Mallorca
- "Ballermann 6" lässt grüßen! Oder mit einem Besuch im Spielkasino? Da kann der Trauzeuge
schon gleich seinen Smoking ausführen. Ruhigere Gemüter begnügen sich mit einer Angeltour
oder einem Wandertag in den Bergen.
Natürlich steht auch den Frauen ein glanzvoller Abschied vom "Junggesellinnendasein" zu.
Hier wird gefeiert, was das Zeug hält, und zwar mit guten, alten Freundinnen. Männer wären da
natürlich fehl am Platz. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf: Ein Besuch einer Single -
Party könnte auf dem Programm stehen oder ein Abend mit den Dreamboys, den Chippendales oder
einer anderen männlichen Strip - Gruppe. Richtig klönen kann "Frau" auch auf einer ausgelassenen
Pyjama - Party in einer einsamen Hütte. Oder Sie gönnen sich und Ihren Freundinnen einen Tag für
die Schönheit und genießen Massagen und Masken in einer Beautyfarm.
Der Abschied vom Single - Dasein hat jedenfalls eine lange Tradition: In Frankreich nennt man ihn
wehmütig "Enterrer la vie de garcon" - Beerdigung des Junggesellenlebens. In österreich wurde der
"Abschied vom Ledigenstand" mit dem so genannten "Löschwein" begossen. Dieser Löschwein, der dem
werdenden Ehemann gereicht wurde, sollte die Verantwortung des Ledigen gegenüber der Dorfgemeinschaft
"löschen" und ihn somit frei machen für seine neuen Aufgaben.